Großtarock wird mit einem Kartensatz von 78 Karten gespielt,
von denen 52 dem deutschen, französischen oder italienischen Bild entsprechen.
Zusätzliche Karten sind 4 Reiter, die 21 Tarockkarten und der Sküs. Es
wird mit 4 Farben gespielt: Kreuz, Pik, Herz und Karo, wobei jede Farbe
14 Karten umfasst: 10 Nummernkarten vom As zur Zehn sowie 4 Bildkarten
(König, Dame, Reiter, Bube). Die Hierarchie der Karten in den schwarzen
und den roten Farben weicht voneinander ab. So rangieren in den beiden
schwarzen Farben die Karten in der Folge (von oben nach unten) König,
Dame, Reiter, Bube, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, As und in den beiden roten
Farben in der Folge (von oben nach unten) König, Dame, Reiter, Bube, As,
2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9,10. Neben den oben genannten Karten befinden sich
weitere 21 bebilderte Ziffernkarten im Spiel, die "Tarocke". Sie sind
permanente Trümpfe und rangieren ebenfalls in einer strikten nummeralen
Sequenz, beginnend bei 21 in absteigender Reihenfolge bis hin zur 1. Der
Tarock 21 als höchste und der Tarock l als niedrigste Trumpfkarte tragen
spezielle Bezeichnungen: die 21 wird als "Mond" und die l als "Pagat"
bezeichnet; der Terminus "Mond" für die 21 ist eine fehlerhafte deutsche
Übersetzung der ursprünglichen italienischen Bezeichnung "mondo" (= Welt).
Die verbleibende Karte ist nicht nummeriert; auf ihr ist ein Narr abgebildet.
Diese Karte wird als "Sküs" oder "Skiss" bezeichnet. Bei diesem Ausdruck
handelt es sich um eine lautsprachliche Umsetzung des französischen Wortes
"excuse" (- Entschuldigung). Der Sküs kann weder stechen noch gestochen
werden; er dient als eine Art Joker.
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