Mogeln

Voraussetzungen
 
Anzahl der Spieler: Beliebig

Karten: Französisches Bild; bis zu 5 Spielern reicht ein Kartenspiel mit 52 Blatt (evtl. plus 2 Joker); größere Spielrunden verwenden 2 Spiele (also 104 Karten)

Ablegefolge der Karten: 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - B - D - K - A

Spielziel
Um zu gewinnen, versucht jeder Einzelspieler, seine Handkarten als erster abzulegen.

Spielbeginn
Der Geber wird durch das Ziehen der höchsten Karte aus einem vollständigen Blatt ermittelt. Er verteilt reihum alle Karten gleichmäßig an die Mitspieler. Ob die Karten einzeln oder in Zweier- oder Dreierpaaren vergeben werden, liegt im Ermessen des Kartengebers. Bei ungerader Spielerzahl erhalten die Spieler nicht alle die gleiche Anzahl von Karten. Bei fünf Spielern zum Beispiel werden an zwei Spieler 11 und drei Spieler 10 Karten ausgeteilt. Weil aber reihum gegeben wird, erhält irgendwann jeder einmal mehr oder weniger Karten, so dass sich dieser Nachteil im weiteren Spielverlauf aufhebt.

Spielverlauf
Vorhand legt eine Karte verdeckt auf den Tisch ab und behauptet mit todernster Miene, es sei eine Zwei. Die erste Karte darf in keinem Fall angezweifelt werden. Der nächste Nachbar muss nun eine Karte mit dem nächsthöheren Wert, in dem Beispiel also eine Drei, ablegen, darauf folgt die Vier und so weiter. Dabei ist die Kartenfarbe unbedeutend, es kommt einzig auf die Reihenfolge der Kartenwerte an. So legt jeder Spieler jeweils verdeckt eine Karte ab. Wenn die Abfolge der Karten von der Zwei bis zum As durchgelaufen ist, wird wieder mit der Ankündigung einer Zwei begonnen.
Seinen Reiz bezieht das Mogeln aus der Möglichkeit, dass die Karten nicht mit dem angekündigten Wert übereinstimmen. Nicht jeder Spieler hat immer die nächsthöhere Karte auf der Hand. Man ist also gezwungen zu mogeln und legt eine beliebige Karte ab. Ist ein Mitspieler argwöhnisch und glaubt, dass gemogelt wurde, klopft er auf den Tisch, worauf die zuletzt gelegte Karte umgedreht werden muss. Bestätigt sich die Vermutung und der des Mogelns bezichtigte Spieler hat wirklich betrogen, muss dieser zur Strafe den gesamten bisher abgelegten Kartenstapel vom Tisch an sich nehmen. Stellt sich jedoch heraus, dass die angezweifelte Karte tatsächlich richtig ist und nicht gemogelt wurde, so muss der Spieler, der die richtige Karte in Frage stellte, zur Strafe den Kartenstapel an sich nehmen. Jeder Spieler sollte sich demnach gut überlegen, ob er klopft oder nicht. Nach dem Klopfen und Aufnehmen des Kartenstapels wird das Spiel von dem Spieler fortgesetzt, der die Karten aufnehmen musste. Er eröffnet einen neuen Kartenstapel mit der Karte, die auch bei nicht unterbrochenem Spiel an der Reihe gewesen wäre. Das Spiel fängt zwar nicht mit einer Zwei an, wie zu Beginn der Runde, aber auch hier gilt, dass die erste Karte eines neuen Stoßes nicht angezweifelt werden darf.

Spielende
Gespielt wird so lange, bis es einem Spieler gelungen ist, alle seine Karten abzulegen. Die letzte Karte eines Spiels darf ebenfalls nicht angezweifelt werden. Letzte Gelegenheit, einen Spieler am Gewinnen zu hindern, ist somit das Klopfen bei der vorletzten Karte.

Regel- und Spielvarianten
Man kann Mogeln auch mit 52 Karten und 2 Jokern spielen. Dabei kann der Joker für jede andere Karte eingesetzt werden. Klopft ein Mitspieler und die angezweifelte Karte ist ein Joker, muss er den gesamten Stapel an sich nehmen.