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Bridge
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Voraussetzungen
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Anzahl der Spieler: 4
Karten: Französisches Bild; 2 x 52 Blatt
Hierarchie der Karten: 1. Pik; 2.Coeur; 3. Karo; 4.Treff
Punktwerte der Karten: A=4; K=3; D=2; B=1; 9=0
Zusätzliche Utensilien: 4 Notizblöcke, Schreibgerät
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Spielziel
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Unterschieden werden muss hier zunächst nach Teilspielen
und Vollem Spiel (auch als »Partie« oder »Manche« bezeichnet). Ein Volles
Spiel ergibt sich beim Erzielen von 100 Punkten in einem bzw. mehreren
Teilspielen. Um in den Teilspielen möglichst viele Punkte zu erreichen,
muss der höchstbietende Spieler zusammen mit seinem Partner mindestens
die in der Bietrunde angesagte Zahl an Stichen erzielen. Ziel beim Bridge
ist es, einen »Rubber« (auch »Robber« genannt) zu erreichen. Als Rubber
wird der Gewinn zweier Voller Spiele (Partien, Manchen) zu jeweils mindestens
100 Punkten bezeichnet. Der Rubber hat sich somit immer spätestens nach
dem dritten Vollen Spiel entschieden, denn dann steht es immer 2 zu l
zwischen beiden Spielachsen. Ausschlaggebend bei der Berechnung der erzielten
Punkte sind die Wertigkeiten der einzelnen Stiche.
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Spielbeginn
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Der Spielverlauf gliedert sich in verschiedene Phasen.
Nach dem Geben folgt die Blattbewertung, bei der die Stärke des eigenen
Blattes berechnet wird. In der anschließenden Bietrunde entscheidet sich,
ob und mit welcher Trumpffarbe gespielt wird und wie viele Stiche die
höchstbietende Partei erreichen muss. Die Stiche werden schließlich in
der Spielrunde ausgespielt. Beim Bridge sitzen vier Spieler am Tisch,
die paarweise gegeneinander spielen. Jeweils die beiden sich gegenüber
sitzenden Spieler bilden ein Paar, das entweder per Absprache bestimmt
oder ausgelost wird (etwa durch Karten-ziehen; die Spieler mit den beiden
höchsten Karten bilden dann - jeweils für den ganzen Spieltag - eine Partnerschaft).
Analog zu den vier Himmelsrichtungen spielen also immer "Nord" und "Süd"
gemeinsam gegen "West" und "Ost". Aus dieser Aufteilung in zwei Spielachsen
bezog das Spiel auch seinen ursprünglichen Namen "Kontrakt-Bridge", denn
beide Partner müssen sich über ihr Spielverhalten verständigen und schließen
somit quasi einen mündlichen "Spielvertrag" miteinander. Eigentlich reichte
zum Bridge ein Satz von 52 Karten mit französischem Bild aus; dennoch
zählt es zu den Eigenheiten des Spieles, dass sich auf dem Tisch 2 Kartensätze
befinden (nach Möglichkeit mit unterschiedlichen Rückenfarben), die im
Wechsel benutzt werden. Während der Ausgabe des einen Kartensatzes durch
den Geber, der im Bridge als "Teiler" bezeichnet wird, mischt sein Spielpartner
das andere Blatt. Das Ausgeben der Karten erfolgt im Uhrzeigersinn. Auch
die Rolle des Teilers wandert in gleicher Weise um den Tisch; beim jeweils
nächsten Spiel gibt also der linke Nachbar des letzten Teilers die Karten.
Es wird einzeln ausgeteilt, bis schließlich jeder der Spieler 13 Karten
hat. Alle Spieler warten mit dem Aufnehmen ihres Blattes, bis die gesamten
Karten verteilt sind. Wie bei allen komplexeren Kartenspielen ist auch
beim Bridge die wechselnde Anordnung der schwarzen und roten Farben und
die Reihung der Karten nach ihrer Wertigkeit auf der Hand sinnvoll. So
ist das Blatt auf einen Blick zu erkennen, und die abwechselnde Folge
der roten und schwarzen Farben verhindert folgenschwere Irrtümer beim
Ausspielen.
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Blattbewertung
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Das genaue Einschätzen der Stärken und Schwächen des eigenen
Blattes ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Bietrunde. Diese Bewertung
ist für den Anfänger nicht ganz einfach. Ein wichtiges Kriterium ist der
Besitz einer »langen Farbe« (also mindestens 5 Karten einer Farbe), die
als Trumpffarbe genannt werden kann. Darüber hinaus sollte das Blatt möglichst
viele Figurenkarten enthalten (»Honneurs«, zu welchen beim Bridge auch
das As und die Zehn zählen), um durch das Ausspielen dieser hohen Karten
sichere Stiche erzielen zu können.
Als Leitlinien zur Blattbewertung sind verschiedene hilfreiche Systeme
erdacht worden; die folgenden Angaben basieren auf dem Bietsystem von
Charles Goren, das am weitesten verbreitet ist.
Bei der Blattbewertung sind zunächst die Figurenpunkte zu errechnen. Dabei
zählt jedes As 4 Punkte, jeder König 3 Punkte, jede Dame 2 Punkte und
jeder Bube l Punkt. Als Richtwert kann gelten: Zum Eröffnen sind mindestens
12 Figurenpunkte (aus einer oder mehreren Farben) und 5 Karten einer Farbe
nötig, darunter sollte sich mindestens eine Figurenkarte befinden. Sind
diese Voraussetzungen nicht gegeben, wird gepaßt. Diese Regel gilt nur
in der ersten Bietrunde. Ab der zweiten Bietrunde muss nicht mehr nur von
der eigenen Punktzahl ausgegangen werden, sondern von der beider Spielpartner
gemeinsam. Die Informationen über die Qualität des eigenen Blattes werden.
durch die Gebote ausgetauscht. Am Ende der Abstimmung der Gebote steht
die mit dem Partner vereinbarte Bietstufe.
Über die Stärke des Blattes entscheiden aber nicht allein die Figurenpunkte.
Abhängig von der Kombination der Karten auf der Hand werden nun noch Verteilerpunkte
hinzugerechnet oder abgezogen, da Farbschwächen oder -stärken die Stichchancen
erhöhen oder reduzieren. Hat ein Spieler eine Farbe mit nur 2 Karten auf
der Hand (»Doubleton«), addiert er l Punkt, bei einer Farbe mit nur einer
Karte (»Singleton«) 2 Punkte. Fehlt schließlich eine Farbe ganz (»Chicane«),
rechnet er 3 Punkte hinzu, denn er hat zwangsläufig Stärken in einer oder
mehreren der übrigen Farben.
Hat ein Spieler in einer Farbe nur eine einzelne Figurenkarte (K, B, D)
sowie eine niedrigere Karte auf der Hand, zieht er von seiner Berechnung
einen Punkt ab, weil der Stich unwahrscheinlich ist. Dies gilt natürlich
nicht für ein einzelnes As. Wer alle 4 Asse auf der Hand hat, kann sich
einen Punkt zu seinen Figurenpunkten hinzurechnen, ist kein As vorhanden,
wird dagegen ein Punkt abgezogen.
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