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| Symbole der Vorderseite |
| Farbzeichen |
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Die Symbole auf der Vorderseite der Karte geben dem Spieler
den Wert des einzelnen Blattes an. Meist werden vier gleiche
Reihen durch unterschied liche Farbzeichen gekennzeichnet. Die
Anzahl der Farbzeichen (und damit der gleichen Reihen) kann
auch fünf, bei indischen Spielen sogar 8, 10, 12 oder 18 betragen.
Die Farbzeichen werden nach den Ländern benannt, in denen sie
am meisten verbreitet sind.
Eine überzeugende Deutung der Farbzeichen konnte bis heute nicht
erbracht werden. Wahrscheinlich handelt es sich um Parteien
in einem Kampfspiel. |
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| Symbole der Vorderseite |
| Rangordnung der Karten |
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| Innerhalb einer Reihe haben die einzelnen Karten eine unterschiedliche
Rangordnung. Die Zahlenkarten unterscheiden sich durch die Anzahl
der Farbzeichen von 1 bis 10. König, manchmal die Königin, Reiter
und Bube ( = Fußsoldat) bilden auch in den Spielkarten den Hofstaat.
Reiter und Bube deuten den kriegerischen Charakter des Spieles
an, ähnlich die deutschen Figuren Ober- und Untermann. Die Rangordnung
der Karten unterscheidet sich in den Regeln einzelner Kartenspiele.
Unsere Kenntnis der Spielregeln aus den ersten Jahrhunderten
ist sehr lückenhaft. |
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| Symbole der Vorderseite |
| Tarocke |
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| Bei dem aus Italien stammenden, heute auch noch in Österreich
und Frankreich bekannten Tarockspiel, tritt zu dem Vierfarbenspiel
noch eine eigene Trumpfreihe mit 22 Tarocken. Beim Minchiate
besteht die Trumpfreihe aus 41 Blatt. Die Logik, die der Abfolge
der 22 Tarocchi zugrunde liegt, ist bis heute nicht erkannt
worden. Einzelne Bilder bleiben genau so rätselhaft wie die
Beziehung der Karten zueinander. Das hat vielfach dazu geführt,
die Tarock-Karten mit geheimnisvollen Legenden zu umgeben. |
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| Rückseite |
| Moderne Beispiele |
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| Die schnelle Verbesserung der Drucktechnik ermöglichte schon
im 19. Jahrhundert immer kompliziertere Ornamente zur Dekoration
der Rückseite. Seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts druckt
man auch Bilder auf die Rückseiten, ein Brauch, der heute besonders
in den U S.A. sehr verbreitet ist. Hier schloß man an eine Tradition
an, die seit dem 16. Jahrhundert in Italien nachweisbar ist.
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| Rückseite |
| Zeitverwendungen |
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Die unbedruckten Rückseiten reizten zu Zweitverwendungen.
Man benutzte die Kärtchen als Notizzettel jeder Art: Karteikarten
für Bibliographien, Gutscheine, Passierscheine, Schuldverschreibungen.
Als die Franzosen in Kanada nicht genug Goldmünzen zur Verfügung
hatten, verwendeten sie die Spielkartenrückseiten als Notgeld.
Zwischen der Geschichte der Spielkartenrückseiten und der Visitenkarte
besteht ein enger Zusammenhang. In unserem Jahrhundert werden
Spielkartenrückseiten zu Firmen oder Produktwerbung verwendet.
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