Herstellung

Material
Üblich
»Karte« ist ursprünglich eine Materialbezeichnung, »charta« bedeutet so viel wie »Papier«.
Die Einführung des Papiers in Mitteleuropa war eine Voraussetzung für die schnelle Verbreitung der Spielkarte. Papier ist bis heute das übliche Material für Spielkarten geblieben. Der heute verwendete Spielkartenkarton ist so bearbeitet, dass er besonders widerstandsfähig ist.
Material
Unüblich
Spielkarten müssen nicht aus Papier bestehen. Jedes dünne Täfelchen kann eine Spielkarte werden. In Europa gibt es auch Spielkarten aus Metall, mit einer Stoffbespannung,aus Leder oder gelackten Holztäfelchen, in Indien kennt man Karten aus Elfenbein, versteiften Geweben, selten aus dem kostbaren Schildpatt oder Perlmutt. Berühmt sind auch die ledernen Spielkarten der Indianer Nordamerikas.
Verpackung
Üblich
Ein Spiel Karten wurde gewöhnlich in ein Papier eingepackt. Dieses Papier war meist mit der Sortenbezeichnung sowie Zeichen und Namen der Herstellerfirma bedruckt. Durch eine kreisrunde Öffnung in dem Einpackpapier konnte der Steuerstempel auf die dafür bestimmte oberste Karte aufgedruckt werden. Aufwendigere Spiele, im 19. Jahrhundert alle Doppelspiele mit 2 x 52 Karten, wurden in Schachteln oder Schubern verpackt.
Verpackung
Unüblich
Kostbare Spiele, »Luxusausgaben«, erhielten kostbare Verpackungen. Lederschuber mit Goldprägung - in Anlehnung an Bucheinbände - sind in Europa nachzuweisen. Die indischen runden Karten hob man in bemalten Holzkästen auf. Die zahlreichen Karten des Hundert-Dichter-Spieles (Japan) waren in gelackten Schatullen untergebracht.